Vom ETH-Ingenieur zum unabhängigen Vermögensverwalter — Warum ich ETERNITY WEALTH gegründet habe
Wenn ich erzähle, dass ich als Maschineningenieur ETH in die Vermögensverwaltung eingestiegen bin, bekomme ich fast immer dieselbe Reaktion. Ein kurzes Stutzen. Dann die Frage: “Warum nicht in die Technik?”
Weil mich Portfolios mehr fasziniert haben als Brücken. Nicht das Geld an sich — sondern die Komplexität dahinter. Ein Vermögen zu strukturieren ist im Kern ein Optimierungsproblem. Und Optimierungsprobleme sind das, wofür Ingenieure ausgebildet werden.
Das war vor über 25 Jahren. Seitdem hat sich vieles verändert: die Märkte, die Regulierung, die Technologie. Meine Grundüberzeugung nicht. Vermögensverwaltung braucht mehr System und weniger Bauchgefühl.
Die Banken-Jahre: Eine Schule, die ich nicht missen möchte
Meine Karriere hat bei einer der grössten Banken der Welt begonnen. Das klingt glamourös, und manchmal war es das auch. Meistens war es harte Arbeit. Genau das Richtige für den Anfang.
In über 25 Jahren habe ich Mandate betreut, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Unternehmer, die nach einem Exit plötzlich vor der Frage standen, wem sie ihr Vermögen anvertrauen. Familien, die seit drei Generationen Werte aufbauen und eine Struktur brauchten, die auch die vierte Generation trägt. Menschen mit echten, oft sehr individuellen Anliegen.
Was ich dabei gelernt habe — die Infrastruktur, das Research, die globale Perspektive — war enorm wertvoll. Das waren keine verlorenen Jahre. Im Gegenteil. Aber je länger ich in dieser Struktur arbeitete, desto deutlicher wurde ein Spannungsfeld, das sich innerhalb des Systems nur bedingt auflösen liess.
Das Spannungsfeld, das zum Wendepunkt wurde
In vielen traditionellen Finanzinstitutionen können Zielkonflikte zwischen Beratung und Vertrieb entstehen. Auf der einen Seite steht das Interesse des Klienten. Auf der anderen stehen interne Vorgaben — Produktpaletten, Vertriebsziele, eine Präferenz für hauseigene Lösungen. Das ist kein Vorwurf an einzelne Personen. Es ist eine Realität des Geschäftsmodells, die auch in der Fachliteratur und von der FINMA thematisiert wird.
Dazu kommt in vielen Häusern eine hohe Berater-Rotation. Klienten erleben häufig, dass ihr Ansprechpartner nach wenigen Jahren wechselt. Für komplexe Vermögensstrukturen, die Kontinuität erfordern, ist das eine echte Herausforderung. In meinen Gesprächen mit Klienten war genau das einer der häufigsten Frustrationspunkte.
Mit zunehmender Seniorität und Erfahrung wurde mir klar: Die Prinzipien, die ich für richtig hielt — konsequente Unabhängigkeit, volle Kostentransparenz, langfristige Beziehungen — liessen sich innerhalb dieser Struktur nicht so umsetzen, wie ich es für richtig hielt.
Die Gründung: Keine Exit-Strategie, sondern eine Konsequenz
ETERNITY WEALTH zu gründen war kein impulsiver Entscheid über Nacht. Es war das Ergebnis von Jahren des Nachdenkens und Planens. Den sicheren Hafen einer Grossbank zu verlassen, ist kein triviales Unterfangen — schon gar nicht mit einer Familie im Rücken.
Was den Ausschlag gab? Eine nüchterne Abwägung. Was spricht dafür, zu bleiben — und was spricht dafür, die eigene Überzeugung konsequent umzusetzen? Am Ende war die Antwort klar.
Unabhängigkeit bedeutet in der Praxis: keine eigenen Produkte, kein Vertriebsdruck, keine Retrozessionen. Die Produktauswahl orientiert sich ausschliesslich an der individuellen Klientensituation — nicht an Vertriebsanreizen. Nicht weil eine Compliance-Abteilung das vorschreibt, sondern weil es die einzige Struktur ist, in der die Interessen von Berater und Klient deckungsgleich sein können.
Was wir anders machen — konkret
Unabhängigkeit allein ist noch kein Qualitätsmerkmal. Was zählt, ist die konsequente Umsetzung im Alltag. Bei ETERNITY WEALTH lässt sich das an drei Punkten festmachen.
Totale Kostentransparenz
Jeder Klient weiss exakt, was er bezahlt. Keine versteckten Gebühren, keine Retrozessionen, keine doppelten Management Fees durch verschachtelte Fondsstrukturen. Branchenerhebungen zu Portfoliokosten zeigen, dass Gesamtkosten — je nach Produktstruktur und Anbieter — erheblich variieren können und bei einem Portfolio von CHF 10 Millionen rasch im fünf- bis sechsstelligen Bereich pro Jahr liegen, ohne dass der Klient alle Kostenschichten im Detail kennt.
Persönliche Kontinuität
Ich bin der Ansprechpartner. Heute und in zehn Jahren. Bei Vermögen, die über Generationen bestehen sollen, ist Kontinuität kein Luxus. Sie ist Voraussetzung.
Das bedeutet auch: Ich arbeite gezielt mit einer begrenzten Anzahl Klienten. Das erlaubt mir eine Betreuungstiefe, die in grösseren Strukturen schwer darstellbar ist.
Engineering-Ansatz bei der Portfolio-Konstruktion
Der ETH-Hintergrund prägt unsere Methodik: Portfolios werden modelliert, nicht zusammengestellt. Wir analysieren Szenarien, quantifizieren Abhängigkeiten und hinterfragen jede Position systematisch. Mehr dazu in unserem Artikel über Engineering-Denken in der Vermögensverwaltung.
Was ich in Erstgesprächen höre
In Gesprächen mit potenziellen Klienten tauchen bestimmte Themen immer wieder auf. Selten steht Rendite an erster Stelle. Häufiger geht es um Vertrauen. Um die Frage: Handeln Sie in meinem Interesse — oder in Ihrem eigenen?
Viele vermögende Privatpersonen haben Erfahrungen gemacht, die sie aufmerksam werden liessen. Sie kennen das Gefühl, wenn Quartalsberichte Komplexität suggerieren, ohne echte Transparenz zu schaffen. Oder wenn nicht ganz klar ist, wofür sie eigentlich bezahlen. Was sie suchen, ist jemand, der ihre Situation versteht, ehrlich kommuniziert und langfristig da ist.
Die FINMA-Regulierung als Rahmen
Seit Inkrafttreten des FINIG per 1.1.2020 benötigen auch unabhängige Vermögensverwalter in der Schweiz eine FINMA-Bewilligung und unterstehen der laufenden Aufsicht einer FINMA-beaufsichtigten Aufsichtsorganisation. Die regulatorischen Anforderungen sind hoch — und das ist richtig so. Sie schaffen einen Rahmen, der Klienten schützt und Transparenz fördert. Für ETERNITY WEALTH ist die FINMA-Regulierung kein Hindernis. Sie ist eine Bestätigung unseres Ansatzes.
Was wir nicht sind
Ehrlichkeit bedeutet auch, transparent über Grenzen zu sein. ETERNITY WEALTH ist eine Boutique, kein globaler Konzern. Wir haben nicht die Infrastruktur einer Grossbank — keine eigene Research-Abteilung mit 200 Analysten, kein globales Custody-Netzwerk. Was wir haben, ist ein Netzwerk etablierter, spezialisierter Partner, schnelle Entscheidungswege und die Freiheit, für jeden Klienten die passende Lösung zu wählen. Für manche Bedürfnisse ist eine Grossbank der richtige Partner. Für die Bedürfnisse, die wir bedienen, sind wir es.
Bereue ich den Schritt?
Manchmal werde ich gefragt, ob ich die Gründung bereue. Der Schritt war richtig — auch wenn ich ihn lange vor mir hergeschoben habe. Was mich jeden Tag antreibt, ist das Arbeiten mit Menschen, die spüren, dass es um sie geht. Nicht um Produkte, nicht um Umsatzziele. Sondern um ihr Vermögen, ihre Familie, ihre Zukunft.
Das ist es, was ETERNITY WEALTH im Kern ausmacht: die Überzeugung, dass Vermögensverwaltung dann am besten funktioniert, wenn die Interessen des Beraters und des Klienten deckungsgleich sind.
Ihr nächster Schritt
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre aktuelle Vermögensbetreuung nicht optimal zu Ihrer persönlichen Situation passt — dann lassen Sie uns in einem ersten Gespräch prüfen, ob unser Ansatz für Sie der richtige ist.
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und dient ausschliesslich Informationszwecken. Jede Anlageentscheidung sollte auf einer individuellen Beratung basieren. ETERNITY WEALTH PARTNERS GROUP ist ein FINMA-regulierter Vermögensverwalter mit Sitz in Zürich.